Höre zu und komme bei dir an
Diese Audios sind für Momente gedacht, in denen du langsamer werden und wieder bei dir ankommen möchtest.
Geführte Meditation
Eine kurze, einführende Meditationsübung.
Sie hilft dir, den Tag mit Ruhe, Fokus und einem klaren Kopf zu beginnen. Diese Übung unterstützt dich dabei, dich zu erden, eine stimmige Ausrichtung für den Tag zu finden und ihm mit mehr Klarheit und innerer Ruhe zu begegnen.
Visualisierung
Eine beruhigende geführte Visualisierung, die dir hilft, einen inneren Ort von Sicherheit und Geborgenheit zu finden. Diese Übung unterstützt dich dabei, zur Ruhe zu kommen, dich zu erden und wieder ein Gefühl von Stabilität zu spüren, wann immer du es brauchst.
Impulse, die dir helfen, daheim zu bleiben.
Die Heimkehr ist kein endgültiges Ziel. Sie ist der Punkt, an dem du beginnst, deine eigenen Bedürfnisse, Werte, Grenzen und Entscheidungen als Teil deines Alltags ernst zu nehmen.
Diese Impulse führen die Arbeit des Buches weiter. Jeder von ihnen richtet den Blick auf eine Situation, in der es leicht ist, dich selbst wieder zu verlassen. Weitere Impulse werden in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht.
Lies einen Impuls, wenn er passt. Kehre zu ihm zurück, wenn dir dasselbe Muster wieder begegnet. Gib dir genug Zeit, um zu bemerken, was der Impuls daran verändert, wie du die Situation siehst.
Ein Freund von mir hat früher gesagt: Wenn schon scheiße, dann mit Schwung.
Manchmal passieren mehrere Dinge auf einmal, und dein Kopf bündelt sie zu einem einzigen Eindruck: Jetzt kippt alles. Das Gefühl kommt besonders schnell, wenn du ohnehin verletzlicher bist, weil sich in deinem Leben gerade etwas verändert.
Vieles von dem, was passiert, ist zunächst einfach ein Ereignis. Erst dein Kopf macht daraus eine Geschichte. Er verbindet Dinge miteinander, dramatisiert, sucht Bestätigung und öffnet sofort die nächsten Szenarien. Dann bist du nicht mehr bei dem, was gerade wirklich da ist, sondern in dem, was war oder was noch kommen könnte.
In solchen Momenten kann es helfen, kurz in den aktuellen Moment zu kommen. Nicht als große Übung. Eher als Unterbrechung. Schon wenige ruhige Atemzüge können reichen, um für einen Moment aus dem Kreisen der Gedanken auszusteigen.
Dann ist das Problem nicht weg. Aber du merkst: Ich stehe noch. Ich muss nicht alles auf einmal entscheiden.
Das ist der Boden. Nicht irgendein großes spirituelles Fundament, sondern die Erfahrung, dass du schon durch vieles gegangen bist und trotzdem noch hier bist.
Du merkst nicht sofort, wenn du nicht mehr bei dir bist. Das ist völlig normal. Oft läuft der Tag weiter, du funktionierst, reagierst, erledigst, und erst später fällt dir auf, dass du innerlich längst woanders warst.
Aber genau das lässt sich trainieren, wie ein Muskel. Je öfter du es übst, desto früher bemerkst du, was in dir passiert. Am Anfang denkst du vielleicht noch: „Ich bin gerade weg von mir.“ Mit der Zeit wird es feiner. Du nimmst wahr: „Ich ärgere mich gerade.“ Oder: „Ich bin gerade glücklich.“ Vielleicht merkst du, dass du so laut gelacht hast wie lange nicht mehr. Vielleicht spürst du auch einfach dein Herz rasen.
So beobachtest du dich genauer. Nicht streng, nicht kontrollierend, eher wach. Du bekommst früher mit, was in dir los ist, und kannst dich schneller wieder sammeln.
Dafür reicht oft eine sehr einfache Übung: ein paar Atemzüge, bei denen du dich nur auf deinen Atem konzentrierst. Du musst nichts Besonderes daraus machen. Sobald du deinen Atem wirklich wahrnimmst, bist du für einen Moment im aktuellen Moment.
Am Anfang dachte ich bei Meditation auch: stillsitzen, Augen schließen, alles beobachten, das ist nichts für mich. Aber ein paar Mal ruhig atmen ist so banal, dass sich nicht mal der innere Schweinehund eine gute Ausrede einfallen lässt. Atmen musst du ohnehin. Du machst es nur kurz bewusst.
Nutze das auch dann, wenn es dir gerade gut geht. Beim Spazierengehen. Zwischendurch. Ohne Notfall. Dann ist der Atem nicht erst etwas, woran du dich erinnerst, wenn alles zu viel wird. Er ist schon da.
Der Kontakt zu dir selbst geht schleichend verloren. Nicht nur durch Stress, sondern auch durch Gewohnheiten, die einmal gut gemeint waren.
Du bist es gewohnt, darauf zu achten, dass es anderen gutgeht. Du gibst, was du hast: Aufmerksamkeit, Energie, Zuwendung, manchmal ganz praktisch deine Zeit oder deine Kraft. Es fühlt sich vertraut an, erst die anderen zu sehen. Und irgendwann merkst du, dass du selbst immer weiter nach hinten gerutscht bist.
Ich weiß noch, wie ungewohnt es sich anfühlte, als ich zum ersten Mal irgendwo Nein gesagt habe. Ich hatte mich fast schuldig gefühlt – weil mir davor gar nicht bewusst war, wie sehr ich mich sonst sofort zurückstelle.
Grenzen setzen lässt sich üben, wie so vieles. Mit der Zeit merkst du: Es fühlt sich gut an, dich selbst nicht an die letzte Stelle zu setzen. Aus der Übung wird eine Haltung. Nur bleibt sie nie ganz fertig. Der Schweinehund lauert im Dunkeln und wartet auf den Moment, in dem du wieder vergisst, dass du auch zählst.
Wenn du wirklich im Moment bist, gibt es erst einmal nichts zu tun. Das klingt friedlich, ist aber nicht immer angenehm. Denn wenn nichts dich ablenkt, kannst du auch weniger ausweichen.
Dann kommt manchmal etwas hoch, das du lieber nicht sehen würdest. Eine Wahrheit, die schon länger da ist. Ein Gefühl, das du sonst übergehst. Du willst dann etwas tun – irgendetwas –, nur damit du nicht länger bei dir bleiben musst.
Kontakt mit dir selbst ist nichts Großes. Kein Programm, keine besondere Übung. Manchmal reicht es, im Wald kurz stehen zu bleiben, das Handy wegzustecken und den Blick zu heben.
Für einen Moment bist du einfach da.
Es wird zuerst ungemütlich. Es ist schwer, nicht sofort wieder von dir wegzuwandern. Aber wenn du bleibst, gewöhnst du dich langsam daran, dass nicht immer etwas brummen muss im Kopf.
Die alte Rolle meldet sich nicht dramatisch. Sie kommt in vertrauten Momenten zurück. Du erklärst dich zu viel. Du liest anderen wieder alles vom Gesicht ab. Du bist schneller bei ihnen als bei dir.
Und irgendwann merkst du es an der Unzufriedenheit: Etwas in dir ist nicht mehr bereit, in diese alte Rolle zurückzugehen.
Am schwersten fällt dir das bei den Menschen, die du liebst. Bei ihnen hast du es am längsten geübt.
Aber du musst dich nicht sofort wieder erklären. Du kannst merken: Das ist die alte Rolle. Und diesmal bleibst du einen Moment stehen, bevor du wieder hineingehst.
Druck ist da. Manche Anforderungen bleiben. Aber zusätzlich machst du dir selbst Druck, weil du glaubst, im Außen mithalten zu müssen.
Ein Teil davon kommt von dem, was um dich herum passiert. Andere zeigen ihr Leben, Themen werden wichtig gemacht, alle reagieren auf irgendetwas. Du musst dir gar nicht bewusst vornehmen, dich zu vergleichen. Es reicht, dass du es siehst, und schon beginnst du, dich irgendwo einzuordnen.
Irgendwann merkst du, dass du nicht mehr in deinem eigenen Takt lebst.
Dann kann ein Stopp nötig sein. Manchmal heißt das, etwas abzusagen oder zu beenden. Manchmal heißt es einfach, langsamer zu antworten und weniger verfügbar zu sein.
Bei mir hat sich dadurch tatsächlich viel verändert. Nicht auf einen Schlag, aber spürbar. Es ist mehr Ruhe entstanden, mehr Vertrauen in den eigenen Weg. Die Zweifel sind nicht verschwunden, aber sie sind leiser geworden und bleiben nicht mehr so lange.
Box Breathing
Box Breathing ist eine Atemtechnik, die dir helfen kann, ruhiger zu werden und deine Gedanken wieder besser zu sortieren. Sie ist auch als Navy-SEAL-Atemtechnik oder taktisches Atmen bekannt und kann wirksam dabei unterstützen, Stress zu reduzieren.
Die Technik folgt einem einfachen Rhythmus: 4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden halten, 4 Sekunden ausatmen und wieder 4 Sekunden halten. Sie eignet sich besonders für Momente, in denen du keine Audio-Anleitung hören kannst oder einfach schnell wieder ruhiger und klarer werden möchtest.
So funktioniert die Übung: Atme 4 Sekunden lang ein, während sich der blaue Bereich ausdehnt. Halte den Atem 4 Sekunden lang, während der Brustbereich blau bleibt. Atme 4 Sekunden lang aus, während sich der blaue Bereich wieder zusammenzieht. Halte den Atem anschließend 4 Sekunden lang, während der Kreis klein bleibt.
Wiederhole die Übung so oft, wie es dir guttut. Nutze die Visualisierung als Orientierung, um leichter im Atemrhythmus zu bleiben.
Box Breathing kann auch vor oder während wichtigen Präsentationen, Prüfungen oder anderen angespannten Situationen hilfreich sein.
Tiefe Bauchatmung
Eine der einfachsten Übungen. Und aus meiner Sicht gleichzeitig eine der wichtigsten. Du kannst sie im Sitzen üben, im Stehen, beim langsamen Gehen, während eines Meetings, jederzeit und überall.
Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper, während du ruhig und tief durch die Nase atmest. Atme 5,5 Sekunden ein und 5,5 Sekunden aus.
Mit Hilfe des Logos findest du leicht in den Rhythmus. Beginne damit, in den Bauch zu atmen, und lass den Atem dann weiter in den Brustraum fließen. Spüre, wie sich dein Bauch im Rhythmus deines Atems bewegt.
Atme ruhig und tief ein und aus. Stell dir deinen Atem wie eine Welle vor, die kommt und wieder geht. Mache keine Pause zwischen den Atemzügen. Wiederhole das, wenn möglich, mindestens 20 Mal. Mit der Zeit kannst du die Dauer schrittweise auf mehrere Minuten ausdehnen.
Regelmäßiges Üben kann Studien zufolge Wohlbefinden, Stimmung, Fokus, Konzentration und Stresstoleranz verbessern.
Ujjayi Atmung
Diese Atemtechnik ist Teil des Sudarshan Kriya Yoga.
Du findest dazu online viele Anleitungen.
Für mich ist diese Übung eine der einfachsten Varianten, und ich nutze sie gerne, um etwas Abwechslung in mein Atemtraining zu bringen.
Bei dieser Technik atmest du 4 Sekunden lang langsam durch die Nase ein, hältst den Atem 4 Sekunden lang, atmest über 6 Sekunden aus und machst anschließend eine Atempause von 2 Sekunden. Diesen Ablauf kannst du mehrmals täglich für 5 bis 10 Minuten wiederholen.
Die Übung kann helfen, Stress zu reduzieren und psychische Belastungen zu lindern.
Die 4-7-8 Atemtechnik
Der Ursprung der 4-7-8-Atemübung liegt im Pranayama des Ashtanga Yoga.
Diese Technik wirkt auf das Nervensystem und kann dem Körper helfen, Stress abzubauen und neue Ruhe zu finden.
Bekannt gemacht wurde die 4-7-8-Atmung vor allem durch Dr. Andrew Weil, einen amerikanischen Arzt.
Atme 4 Sekunden lang langsam durch die Nase ein. Halte den Atem anschließend 7 Sekunden lang sanft an, ohne Druck. Atme dann 8 Sekunden lang sehr langsam und gleichmäßig durch den Mund aus. Beim Ausatmen kannst du ein leises „Whoosh“-Geräusch entstehen lassen.
Wiederhole diesen Ablauf am besten täglich für mindestens 2 bis 3 Minuten.